Mitte August hatte FDP-Wirtschaftsexperte Rainer Brüderle dazu aufgerufen, sich bei der Aktion „meistbelasteter Mittelständer“ der FDP zu bewerben. Nun wurde er gefunden: Dirk Bernhardt aus Remscheid ist der "Gewinner". Den Leiter eines Metallbearbeitungsbetriebs treffen die Auswirkungen der verfehlten Wirtschaftspolitik von Schwarz-Rot besonders hart.
Unter dem Motto „Deutschland sucht den meistbelasteten Mittelständer“ wurden Betriebe gesucht, die besonders stark die Auswirkungen staatlicher Bevormundung spüren. Wir wollten wissen, welche Einzelschicksale die Regierung als Folge der immensen Abgaben- und Auflagenlast zu verantworten hat.
Gewinner von DSDMM ist Dirk Bernhardt aus Remscheid. Er führt einen Metallbearbeitungsbetrieb. Die Krise habe ihn enorm getroffen, aber nur deshalb, weil er keine Rücklagen bilden konnte. Die „staatliche Drangsalierung“ in Form von Zwangsabgaben beispielsweise an die Berufsgenossenschaft aber insbesondere die Tatsache, dass er knapp die Hälfte seines Gewinns zum Fiskus tragen muss, hinderten den Kaufmann Betriebskapital für magere Zeiten anzusparen. Von acht Mitarbeitern musste er sechs entlassen.
Auch wenn er sich über den „Gewinn“ sehr gefreut hat und den Wettbewerb als Beleg für den dialog-orientierten Wahlkampf der FDP gelobt hat, zeigt dies vor allem eines: Mittelständler wie Bernhardt sind die Leitragenden der elf Jahre langen Regierung unter Beteiligung der SPD. „Sobald ein Betrieb läuft und man Kredite und andere Dinge in den Griff bekommt, heißt, der Betrieb fährt Gewinne ein, kommt der Staat und hält die Hand zwecks Steuern auf.“
Mit Rücklagen hätten er und viele andere mittelständische Betriebe ihre Mitarbeiter wesentlich länger halten können. Nun kämpft Bernhardt wie etliche seiner Kollegen gegen die drohende Insolvenz, da die Kreditklemme die Situation zusätzlich verschärft. Höchste Zeit, dass die Wirtschaftspolitik wieder mittelstandsfreundlicher wird, die Abgabenlast reduziert wird und Investitionen erleichtert werden – bevor dem Rückgrat unserer Wirtschaft die Luft ausgeht.
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